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Druckverschlussbeutel

Beutel benötigen nicht nur private Verbraucher, sondern auch Gewerbe- und Industriebetriebe. Sie eignen sich sich ideal für die Aufbewahrung und Präsentation.

Was sind Poly-Flachbeutel?

Diese Variante ist dem Namen entsprechend flach und besteht aus der Polyethylen-Variante LDPE. Der Kunststoff ist transparent, sein Kürzel steht für Low Density PolyEthylen (Polyethylen mit geringer Dichte). Die geringe Dichte entsteht durch stark verzweigte Polymerketten, sie liegt nur zwischen 0,915 und 0,935 g/cm³. Dadurch ist das Material trotz seiner relativen Festigkeit sehr leicht, weich und flexibel. Es gibt auch High Density Polyethylen, das deutlich härter und damit widerstandsfähiger ist, doch diese Eigenschaften sind bei einer Beutelverpackung nicht unbedingt nötig. Die gute Handhabung und Transparenz sind wesentlich wichtiger. Trotz der geringen Dichte ist LDPE sehr temperaturbeständig, es behält seine Eigenschaften zwischen -40° bis +95 °C. So eine große Temperaturspanne macht einen Verpackungsstoff sehr interessant. Man kann dieses Polyethylen einfärben. Ohne Färbung ist es leicht milchig oder komplett transparent. Die Vorteile des Kunststoffs überzeugen sofort:

    • Er ist deutlich leichter als Glas und bricht auch nicht.
    • Die hohe Flexibilität ist eine hervorragende Voraussetzung für den Einsatz bei Beuteln, Tuben, Folien und Tüten.
    • Der Kunststoff ist elektrisch nicht leitend.
    • Durch die gute Transparenz sind die verpackten Güter sofort zu erkennen. Wenn das nicht erwünscht ist, können LDPE-Verpackungen eingefärbt werden.
    • Wie alle Polyethylene ist auch dieser Kunststoff physiologisch unbedenklich. Er wird im Körper von Menschen oder Tieren nicht verstoffwechselt und kann daher bedenkenlos für Lebensmittel- und Pharmaverpackungen genutzt       werden. Sollte er in die Nahrungskette von Tieren gelangen, was natürlich durch Mülltrennung zu vermeiden ist, wird er in Stücken wieder ausgeschieden. Giftig ist er keinesfalls.
   • In der Herstellung ist der Kunststoff sehr preiswert.

Wo werden die Poly-Flachbeutel noch eingesetzt?

Auf die Verwendung dieser Beutel für die Verpackung von Lebensmitteln, Pharmazieerzeugnissen und technischen Kleinteilen (oder auch Spielzeug) wurde schon hingewiesen. Doch es gibt noch mehr interessante Verwendungen. Low Density Polyethylen widersteht auch Säuren und Basen, sodass die LDPE-Beutel gut für Labore und Chemiebetriebe geeignet sind. Des Weiteren lassen sich darin sehr gut Alkohole, Ketone, Aldehyde und Pflanzenöle aufbewahren. Natürlich gibt es auch Grenzen der Verwendung. Wenig bis nicht geeignet ist der Kunststoff für die Aufbewahrung von Mineralöl, aromatischen, halogenen und aliphatischen Kohlenwasserstoffen sowie oxidierenden Verbindungen. Diese Stoffgruppen führen dazu, dass sich die Polymerketten wenigstens teilweise auflösen. Damit quillt der LDPE-Beutel auf, der Inhalt tritt mehr oder weniger stark durch die Verpackungswand.

Beutelformate

Die LDPE-Beutel sind in verschiedensten Größen und Formen sowie mit unterschiedlichsten Verschlüssen erhältlich. Das ist wichtig, weil der Inhalt fest, flüssig oder ein Pulver sein kann und auch ganz verschieden entnommen wird. Vielfach nutzt man die LDPE-Beutel für Gefriergut, als Müll- oder Einkaufsbeutel und auch als antistatische Verpackung für die (festen) elektronischen Kleinteile, manchmal aber auch für ölige Substanzen und die anderen genannten Flüssigkeiten. Dementsprechend kommen Schiebe-, Haftklebe-, Kordel- oder Druckverschlüsse zum Einsatz. Angesichts der vielfältigen Anwendungen verstehen wir sofort, dass Kunststoff weiterhin gebraucht wird – bei umsichtiger Anwendung und ordnungsgemäßem Recycling.